Kaschu- oder Cashewbaum
Anacardium occidentale
Die Frucht des Kaschu- oder Cashewbaumes ist ein birnenartiges Gebilde, an dessen Ende eine einzige nierenförmige Nuss hängt. Der Nusskern ist in einer harten und holzigen Schale eingeschlossen. Die mittlere Schicht der Schale ist porös und mit giftigem Nussschalenöl gefüllt. Die geernteten Früchte werden einige Tage an der Sonne getrocknet und können anschliessend während sechs Monaten gelagert werden. Die Schale widersteht allen Insekten und Nagetieren! Beim Rösten der Nüsse fängt die Schale Feuer. Die Verbrennungstemperatur wird durch das Nussschalenöl hoch gehalten. Nach fünf Minuten müssen die brennenden Nüsse mit Asche gelöscht werden. Mit einem Holzhammer und viel Geschick werden die Schalen schliesslich aufgebrochen. Unbeschädigte Nüsse erzielen den höchsten Verkaufswert. Das Wurzelwerk des bis zu zehn Meter hohen Baumes ist bis zu acht Meter weit und 1.5 Meter tief. Die mächtige Wurzelmasse stabilisiert daher den Boden vor Erosion. Das ist mit ein Grund, weshalb der Baum in andere Erdteile, nach Asien und Afrika, gebracht wurde.
| Verbreitung | Brasilien, heute in vielen tropischen Regionen |
| Zuchtformen | 26 Arten |
| Nutzen | Nüsse als Nahrungsmittel, Nussschalenöl für Tinte, Kunstharz als Hochschutz- und Schmiermittel, Fruchtstiel ("Apfel") als Obst und für Getränke, Konfitüren, Saucen und Essig. Blätter gegen Durchfall. Harz als Buchbinderleim. Wurzelwerk bietet Schutz vor Bodenerosion. |