Aus der Ferne kann das rot-weisse Schweizerhuhn durchaus mit den modernen, weissen Hochleistungs-Legehennen verwechselt werden. Aber schon auf den zweiten Blick wird klar, dass es sich um eine spezielle Rasse handelt. Charakteristisch ist ihr dunkelroter, geperlter Rosenkamm, der nach hinten dornartig ausläuft im Gegensatz zum gezackten Stehkamm, wie man ihn von vielen anderen Hühnerrassen her kennt.
Das Schweizerhuhn wird als ruhig und zutraulich beschrieben. Die Tiere sind gedrungen und relativ schwer und fliegen weder gut noch besonders gerne. Sie sind langlebige und robuste Tiere, die auch frostige Nächte gut überstehen. Der kompakte Rosenkamm ist frostsicher. Neben seiner Kältetoleranz hat er noch eine ganz andere wichtige Funktion: Ein grosser und kräftig durchbluteter Kamm zeigt, dass sein Träger gesund und widerstandsfähig ist und stellt bei der Partnerwahl ein Vorteil dar.
Die Rasse entstand Anfang des 20. Jahrhunderts durch Kreuzung weisser Orpingtons mit amerikanischen Wyandotten und wurde 1905 offiziell anerkannt. Verschiedene Quellen nennen Alfred Weiss aus Amriswil im Kanton Thurgau als den Züchter, der die Rasse entwickelt hat. Damals war Selbstversorgung in der Schweiz der Normalfall und dem robusten Schweizerhuhn wurde eine grosse Bedeutung beigemessen. Das Schweizerhuhn ist für seine gute Legeleistung bekannt, ist frühreif und beginnt relativ bald mit der Eiablage. Zudem eignet sich das Schweizerhuhn auch hervorragend zur Fleischproduktion. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts war die Rasse beinahe ausgestorben. Nur gerade 50 Tiere wurden noch gehalten, als ProSpecieRara 1991 zusammen mit engagierten Züchter*innen die Rettung dieser wertvollen Hühnerrasse einleitete. Heute werden Schweizerhühner wieder öfter gezüchtet, ihr Bestand entwickelt sich erfreulich positiv.
| Verwandtschaft |
Hühnervögel, Fasanartige |
| Lebensraum |
Mitteleuropa |
| Lebensweise |
in Hennengruppen und einem Hahn, mit fester Rangordnung |
| Futter |
Körner, Würmer, Insekten |
| Gewicht |
Henne: zwischen 2 - 2,5 kg, Hahn: zwischen 2,5 - 3 kg |
| Gelege |
etwa 180 - 220 Eier pro Jahr, welche crèmefarbig sind und manchmal einen leicht lila Schimmer mit weissen Punkten aufweisen |
| Nutzung |
Eier, Fleisch |
| Aktueller Bestand |
stabil |
| Im Zoo Zürich seit |
2025 |
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Sponsors
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J. Müller-Eggenberg, Berikon |
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T. Strehler, Zürich |