Die strahlenförmige Panzermusterung der Schildkröte ist namensgebend für diese Art. Da jedes Individuum eine einzigartige Musterung aufweist, können die Tiere relativ einfach unterschieden werden. Sie ist endemisch, kommen also nur auf Madagaskar vor. Ihr natürlicher Bestand ist stark bedroht und ihr natürlicher Lebensraum verschwindet durch menschenverursachte Brandrodung, Abholzung oder Überweidung. Sie werden aber auch gesammelt und als Nahrungsmittel oder als Haustiere verkauft, obwohl sie nach internationalen Artenschutzübereinkommen geschützt sind.
Während der heissen Trockenzeit sind sie nur in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag anzutreffen, währenddem sie in der Regenzeit den ganzen Tag über aktiv sind. Jungtiere hingegen überdauern die Trockenzeit im Laub oder graben sich sogar im Sand ein.
Erst wenn die Männchen eine Länge von ca. 30 cm erreicht haben, beginnen sie zu balzen und sich zu paaren. Lautes Zischen und Grunzen während der Paarung ist üblich. Die Weibchen legen 2 - 12 Eier in ein zuvor gegrabenes Loch und verlassen dann das Gelege. Nach max. 230 Tagen schlüpfen die bis 4 cm langen Jungtiere.
| Verwandtschaft |
Echte Landschildkröten (Testudinidae), Strahlenschildkröten (Astrochelys) (2 Arten) |
| Lebensraum |
Trockenwald |
| Lebensweise |
meist solitär, Aktivitätszeiten saisonal unterschiedlich |
| Nahrung |
Gräser, Früchte und Sukkulenten v.a. Opuntienkakteen |
| Gewicht |
Weibchen bis15 kg; Männchen bis 20 kg |
| Panzerlänge |
bis 42 cm |
| Nest |
Strahlenschildkröten zeigen eine temperaturabhängige Geschlechtsdetermination: Bei Temperaturen bis 29 °C schlüpfen Männchen, ab etwa 29 oder 30 °C nur noch Weibchen. |
| Inkubationszeit |
215 - 240 Tage |
| Lebenserwartung |
bis 150 Jahre |
| Nutzung |
Fleisch, Eier, Tierhandel |
| Aktueller Bestand |
drastischer Rückgang der Population in den vergangenen Jahrzehnten (Schätzungen gehen von nur noch einigen zehntausend Individuen in freier Wildbahn aus.) |
| Im Zoo Zürich seit |
Zooeröffnung bis 1985, 1962 erste Nachzucht in europäischen Zoos, seit 2025 erneut im Bestand |
Pat*innen
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L. + D. Jacob, Winterthur |
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Ch. Blocher, Herrliberg |